Wanddurchbruch

Wanddurchbruch

Klick drauf! Das bewegt sich 😉

Nachdem die Decke wieder drin war, bzw mein Fussboden verlegt,(und die komplette Waschküche eh in einer Schicht Bauschutt lag) konnte ich endlich den Wanddurchbruch zu meiner Treppe und meiner Wohnung machen! Den hatte ich bisher geschlossen gehalten, da ich bei meinen Arbeiten im Obergeschoss doch immer sehr viel Staub produzierte, den ich ungern im restliche Haus verteilen wollte… oder zumindest versuchen wollte das ein wenig zu begrenzen; so lange man baut und auch einige Zeit danach, hat man ständig irgendwie irgendwo noch Dreck von der Baustelle.

Wanddurchbruch

Das hier ist eine neuere Mauer mit modernen hohlen Ziegeln, weswegen der Druchbruch einfach geht und auch allgemein anwendbar ist. (Nicht wie so viele andere Arbeiten hier in diesem alten schiefen Haus…)

Damit man nicht auf beiden Seiten der Wand den Putz unkontroliert abreisst und beschädigt und man später wieder lange nacharbeiten und verputzen muss, kann man auf beiden Seiten die Wand mit einer Flex mit einer Diamanttrennscheibe oder ähnlichem vorschneiden.(In den wenigsten Fällen wird man komplett durch die Wand schneiden können) Als kleines Hilfsmittel und Orientierungspunkt kann im Vorfeld auch noch oben ein kleines Loch durch die Wand bohren, damit man auf beiden Seite weiß, wo man sich befindet. Von dem Loch ausgehend ist mit einer Lotschnurr oder einer Wasserwage schnell makiert, wo man herunter schneiden kann.

Der Rest ist Muskelschmalz…. Großen Hammer in die Hände und ab durch die Wand!

Kann sehr entspannend sein….

Ah… halt halt halt…Sturz nicht vergessen!

Nicht einfach mit dem Kopf durch die Wand! In meinem Fall konnte ich die Wand einfach entfernen, da es sich zum einen um keine tragende handelt und zum anderen verläuft direkt auf der Wand noch ein Stahlträger. Im Normalfall muss man noch Stürze setzen. (Ja… Mehrzahl!)

Du hast dir bestimmt mit einem schönen großen Recheck angezeichnet, wo dein Durchbruch sein soll. Ok, gut…. Jetzt klopf vorsichtig überhalb deinem Rechteck einen Schlitz halb durch die Wand. Der Schlitz sollte auf jeder Seite deines Rechteckes dieWandstärke überstehen bzw länger sein… also wenn deine Wand zum Beispiel 12cm dick ist und dein Durchbruch 100cm breit, dann ist dein Schlitz mindestens 124cm lang und steht auf jeder Seite deines Durchbruches 12cm über. Der Schlitz sollte auch so hoch sein, dass dein Sturz hineinpasst, weil Du ihn jetzt in diesen Schlitz hinein legst und mit ein wenig Mörtel unterlegst und ihn ausrichtest… den Mörtel natürlich nur auf die überstehenden 12cm auftragen, wenn wir bei unserem Beispiel bleiben. Wenn der Mörtel angezogen hat, kannst Du nun von der anderen Seite noch einmal so einen Schlitz in die Wand stemmen (also die Wand von der anderen Seite ganz durchbrechen) Aber pass dabei auf, dass Du nicht aus Versehen den ersten Sturz wieder herauskopfst. Anschließend in den zweiten Schlitz den zweiten Sturz legen und mit Mörtel unterfüttern.

Bei einer 11,5er Wand muss das mit den zwei Stürzen jetzt nicht unbedingt sein… schlechtes Beispiel von mir.

Aber bei dickeren Wänden empfiehlt es sich schon, den Sturz auf zwei mal zu legen, da man sonst ernste Gefahr läuft, dass die Mauer doch runterkommt…. Dickere Wände sind auch nicht um sonst dicker... Kann gut sein, dass eine dicke Wand auch tragend ist ;P

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