Ich WIG-schweisse jetzt

by Andreas

Lang ist’s her, aber heute ist’s mal wieder Zeit etwas in meinen Blog zu schreiben.

Vor fast genau einem halben Jahr hatte ich mir von Stahlwerk das AC/DC WIG 200 ST IGBT Puls – Kombi Schweißgerät mit 200 Ampere geleistet, da ich schon lange am WIG Schweissen interessiert war und mir erhoffte, feinere und bessere Schweissnähte/ -arbeiten machen zu können. Und vorab: ja, nein, jain…. es funktioniert schon… irgendwie.

Es war kurz vor Weihnachten als das Paket bei mir ankam. Ich freute mich wie schon lange nicht mehr über ein „Geschenk“ (von: mir, an: mich) und hielt diesen Moment auch in einem Unboxing Video fest.

Im Großen und Ganzen kam das Video anscheinend nicht soo gut an…. naja… (ich glaube das Video war einfach zu „unprofessionell“ von jemandem, der gerade sein aller erstes WIG Gerät auspackt, das er in seinem Leben gesehen hat) Egal, ich hab mich gefreut ^^

Tipps & erste Erkenntnisse

Einige Schweissstunden später und nach viel Input, möchte ich dem nächsten Anfänger/ Beginner/ Einsteiger, dem es ähnlich wie mir geht, weiterhelfen. Ich hatte bis zum Kauf, bis das Paket bzw. das WIG-Gerät bei mir ankam, nur in Bildern und hauptsächlich in Videos solche Geräte gesehen; nie live, geschweige denn kannte ich jemanden, der sich mit dem Thema auskannte oder es sogar konnte. Also…. selbst ist der Mann.

Nach den ersten 20h bis 30h Versuchen, Punkten, Funken, Metall schmelzen und letzten Endes auch Verschweissens, kann ich euch ein paar Sachen an die Hand geben:

  1. Ihr braucht 800€ bis 1000€ um anfangen zu können. (siehe MeinWerkzeug)
  2. Argon 4.6 -Ob nun 10l oder 20l müsst ihr entscheiden. Der Preisunterschied ist nicht allzu groß, daher würde ich eher die 20l Flasche empfehlen; Nachfüllen kostet um die 50€. Mir hatte die 10l Flasche ca.3Monate ausgereicht.
  3. Kauft eine Eigentumsflasche mit TÜV !
  4. Pro 1mm Martialstärke 30Ampere – bei 2mm 60A, bei 3mm 90A etc… ich glaube das muss ich nicht weiter ausführen. Man muss aber dann probieren, wie und ob es geht und ggf. noch ein paar Ampere hoch oder runter gehen.
  5. Wolfram Nadeln anspitzen – Im Verhältnis 1:2 oder 1:2,5 oder im 30° Winkel. Es kommt alles in etwa auf dasselbe Ergebnis und ich bin nicht Experte genug um auf das Thema weiter einzugehen….
  6. Sauber machen – Sorgt dafür, dass eure Stahlteile schlacke frei sind und, wie auch die Aluteile, fett- und staubfrei. Wischt ggf. auf die Schweissstäbe mit Aceton oder Terpentin ab. Sauberes Arbeiten macht die Sache hier wirklich sehr viel einfacher. Am besten nur die blanken Metalle verschweissen.
  7. Es gibt verschiedene Methoden den Füll-/Schweissdraht nachzureichen
  8. Üben, üben, üben!!!

Wie ich schon erwähnt habe: Ich bin kein Experte; ich bin nur ein Typ, der sich ein WIG-Gerät geleistet hat und nun in seiner Garage versucht damit zu schweissen. Mittlerweile klappt es auch schon ganz gut.

Das wichtigste ist erstmal dran bleiben und versuchen, nachlesen, sich bilden und üben, üben, üben.

Ich bleib dran und berichte dann wenn es wieder neue Erkenntnisse gibt.

Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß! Und bis bald wieder. 😉

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